Car2Go - einsteigen bitte! Drucken E-Mail
Technik & Elektronik - technisches
Geschrieben von: Sarah   
Mittwoch, 27. Februar 2013 um 20:40 Uhr

 

Erst einmal zu den Rahmenbedingungen des Angebotes von Car2Go

Was für Kosten habe ich bei der Anmeldung/Nutzung?
     

Anmeldung   

19,00€

Nutzung pro Minute                    

0,29€ fahren / 0,09€ parken

Nutzung pro Stunde           

12,90€

Nutzung pro Tag

39,00€

 

Diese Preise sind Fixkosten, d.h. in diesen Preisen ist bereits Sprit, Nutzung, Versicherung, Verschleiß UND Parkgebühren (auch einige Parkhäuser) inklusive.

Warum überhaupt Car2Go?

Eigentlich ist das selbsterklärend.
Hamburg, die hübsche Perle, ist als Großstadt eigentlich sehr gut vernetzt und mit dem ÖPNV zu erreichen und somit ist auch ein eigener Kfz nicht von Nöten.
Nichts desto trotz gibt es doch Situationen, in denen man sich wünscht doch einen fahrbaren Untersatz zu haben – aber nur temporär und kurzfristig und für einen minimalen Zeitraum.

Einen Wagen unter Norm-Bedingungen zu mieten, nur um kurz mal die schweren Einkaufstüten nach Hause zu fahren, rentiert sich finanziell nicht. Und mit dem Taxi? Auf Dauer zu teuer. Und mit den ÖPNV? Erst einmal die schweren Tüten dahin schleppen..!
Somit ist Car2Go die ideale Lösung dafür. Denn wo sonst kann man sich für 15min mal kurz ein Auto leihen bzw. mieten oder dieses für kurzfristige Erledigungen nutzen ohne dafür gleich zu tief in die Taschen zu greifen?

 


 

Wie funktioniert Car2Go?
Die Car2Go Smarts (oder wie ich sie gerne liebevoll „Elefantenrollschuhe“ nenne) stehen überall in der City und in einigen angrenzenden Stadtteilen herum. Entweder man sieht diese direkt (wenn sie durch den Winter bedingt nicht allzu schmutzig sind) oder man sucht diese mithilfe der von Car2Go zur Verfügung gestellten Smartphone App in der Nähe auf.
Am Display hinter der Windschutzscheibe des Fahrersitzes erkennt man, ob der Wagen frei ist, oder ob dieses in Benutzung ist und jemand nur parkt.
Mit der Membercard lässt sich der Wagen leicht öffnen (im Winter ein wenig schwieriger, aber es geht) und nach dem Einsteigen sind ganz viele Beschreibungen vorhanden, wie der Wagen zu handhaben ist. Anfänglich wählt man aus, wie der Gesamteindruck des Wagens ist und wie der Eindruck des Wageninneren ist. Dies gibt man dann mit Emoticons im Display ein, was auch gleichzeitig das Navigationsgerät ist. Danach kann man den Wagen starten und im Automatikbetrieb (wichtig!!) losdüsen. Sollten sich am Wagen gravierende Mängel befinden, wie z.B. ein Schaden, den der Vorgänger verursacht hat, sollte man dies über die Hotline (in diesem Fall kostenlos!!) sofort VOR Verwendung des Wagens durchgeben.
Wenn man kurz was erledigen möchte und des Öfteren aus- und einsteigen muss, so kann man den Wagen „parken“, d.h. mit dem Schlüssel abschließen und diesen mitnehmen.
Und falls man den Wagen dann doch abstellt, dann sollte man nicht vergessen die Fahrt auch wirklich zu beenden UND mit der Membercard an der Windschutzscheibe „auszuloggen“. Denn ansonsten „parkt“ man ja nur, und das kann auch mit 0,09€ teuer werden.
Eigentlich sollte man den Wagen so verlassen, wie man diesen vorgefunden hat. Also sich brav an die Mietbedingungen halten!

Meine persönlicher Test und Erfahrung mit Car2Go:

PRINZ suchte Tester und ich habe mich scheinbar erfolgreich beworben.
Somit konnte ich Car2Go 3 Stunden nutzen und ausgiebig auf Funktion und Möglichkeiten testen.

Zu allererst die Anmeldung. Die ging recht zügig, was mich wunderte.
Mit dem ÖPNV ging es zuerst zum Jungfernstieg. Dort in der Car2Go Registrierungsstelle angekommen meldete ich mich zuerst an und sollte innerhalb der nächsten 2-3 Tage freigeschaltet werden und mir die 3 Stunden Nutzung gutgeschrieben werden.
Im Übrigen hatte ich einen sehr netten und zuvorkommenden Berater!! Dies möchte ich hier nochmals sehr deutlich hervorheben!
Bei der Auswahl meines Wunschwagens hatte ich leider nicht so viel Glück.
Mit der Smartphone App lokalisierte ich den nächstliegenden Wagen und dieser befand sich teilweise in einer „Parken-verboten“-Zone, aber nur minimal grenzwertig. Ich drückte einfach mal ein Auge zu!
Wagen öffnen – kein Problem!
Wagen bedienen – kein Problem, steht ja alles dran wieso, warum, weshalb, wie, wofür…!
Das Einzige was mich an dem Wagen störte war der Innenraum. Es roch sehr stark nach verwaschenem Hund und ich glaube nicht, dass dies lt. akzeptierter Mietbedingungen erlaubt ist einen Hund im Wagen der Car2Go-Flotte mitzuführen. Das ist natürlich sehr doof für diejenigen, die eine Tierhaarallergie haben (ich gottseidank nicht!). Dennoch störte mich der Geruch sehr. Genauso bewertete ich den Wagen anfänglich. Außen ein trauriges Emoticons, durch den Winter bedingt aber total akzeptabel, und Innen leider auch ein sehr trauriges Emoticons, hundebedingt.
Einen neuen Wagen wollte ich mir aber aufgrund von chronischer Faulheit und Zeitdruck nicht suchen – wie bereits erwähnt, allergisch gegen Hundehaare bin ich nicht, nur leicht gegen den Geruch.
So startete ich mit einigen Zwischenstopps zum Ziel – dafür ist der Wagen verdammt praktisch, denn Parkgebühren muss man ja für die Zwischenstopps nicht zahlen, ist ja alles all inclusive.
Da aber Car2Go zwar in meiner Stadt verfügbar ist, leider aber nicht in meiner Wohngegend, musste ich den Wagen eine Station mit dem ÖPNV entfernt von meinem Wohnort stehen lassen.
Hätte ich schwere Einkaufstaschen, so hätte ich zwar diese nach Hause fahren, was sich „eigentlich“ außerhalb des Geschäftsfeldes von Car2Go befindet, müsste ich den Wagen aber wieder innerhalb des Geschäftsfeldes wieder abstellen, sonst würde das Umsetzen des Wagens in das Geschäftsfeld teuer werden. Auch sollte man darauf achten, dass, falls man sich doch außerhalb des Geschäftsfeldes befindet, keine Probleme mit dem Wagen auftauchen, denn sonst müsste man dies auch aus eigener Tasche zahlen.
Um das nicht herauszufordern blieb ich mit dem Wagen lieber im Geschäftsfeld von Car2Go, denn da sind solche Sachen im Preis inklusive.

Mein Resumeé aus dem Test:
Im Allgemeinen empfinde ich die Idee des CarSharings eine tolle Sache. Besonders für Menschen, die sich einen eigenen Wagen nicht leisten können oder auch wollen, denn die Unterhaltskosten für einen eigenen Wagen sind manchmal erschlagend. Besonders wenn man in einer großen Stadt wie Hamburg meistens eh mit dem ÖPNV unterwegs ist und sich nur ab und an situationsbedingt einen fahrbaren Untersatz wünscht.
Es wäre auch schön, wenn man das Geschäftsfeld vielleicht doch ein wenig in Richtung Osten Hamburgs erweitern kann, denn dann hätte ich einen Wagen bestimmt fast vor der Tür!
DANKE, dass ich testen konnte, ich werde die Möglichkeit in Zukunft bestimmt weiter nutzen!

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 27. Februar 2013 um 21:49 Uhr
 

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